Michael Järnecke

Buch Kunst Objekt Fotografie

Heimat - in die Fremde gehen nach Haus

Heimat als mythologischer Ort
Fotografische Arbeit aus den Jahren 1992 - 1996 mit rund 2000 Aufnahmen aus zwei Fenstern meines Hauses

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Bilderschau

 

Buchschrein, Buch und Ausstellungsprojekt / Prosagedichte · Fotografie

—  Buchschrein mit 11 Text- und 3 Bildtafeln im Format 164 x 110 cm

     Texte: geplottet, Fotos: Fine-Art-Prints

Fotografische Arbeit aus den Jahren 1992-1996 mit rund 2000 Aufnahmen aus 2 Fenstern meines Hauses.

Der Buchschrein enthält nur ein einziges Foto, inszeniert auf 3 Fototafeln.

Die Texte beschreiben Heimatsuche.

 

—  »Buch Heimat - In die Fremde gehen nach Haus«

Journalbuch zur Ausstellung »Heimat - In die Fremde gehen nach Haus«

Das Buch zeigt 35 Fotos auf 45 Seiten aus dem Konvolut der oben genannten Aufnahmen.

Es hat 2 x 19 Bögen - 76 Seiten - die sich wie 2 Kartenspiele mischen lassen.

Aufgeschlagen sind es 3 Teile (Triple-Buch), zusammengehalten von zwei Bünden / Rücken

Bildteil · Materialiensammlung mit wissenschaftlichen Texten · Ein eigener Text zur Heimatsuche

 

Exkurs

Heimat als ein mytholgischer Ort 

Auch Worte ernähren sich, brauchen Nahrung. Der Begriff »Heimat« ernährt sich aus seinem Mythos, seinen Erzählungen. Erzählen wir von ihr nicht mehr, geht der Begriff verloren. Wir müssen im Besitz des Mythos, der Mythen sein, um die Sprache lebendig zu erhalten. Die Erzählungen verweisen immer auf gemeinsame Ort in der Welt, auf Treffpunkte. Wäre es nicht so, könnten wir uns nicht verstehen, nicht treffen, in der Sprache nicht, an gemeinsamen Orten nicht. 

 

Das Wort »Heimat« nicht mehr zu gebrauchen, heißt, es verloren zu haben, heißt, keine Sprache zu haben für seinen Mythos. Ohne eine Heimat geht der Ort des Menschen in der Sprache verloren, ist es auch eine Heimatvertreibung aus der Sprache. Damit gehen Wirklichkeiten verloren, die der Orte selber. Sie werden für uns etwas anderes, wenn wir in ihnen nicht mehr »zu hause« sind. 

 

Ich bin in der Sprache zuhause und die Sprache verweist auf Orte, wo ich in der Welt zuhause bin. 

Wir haben eins nicht ohne das andere. Wir haben ohne Sprache, ohne Mythos keine Welt, keinen Ort, nichts. Das geheimnisvolle, das rätselhafte ist, daß die Sprache nicht nur ein Medium ist zwischen oder unter uns, sondern zwischen uns und »etwas«. Sie ist als Kommunikation eine Wirklichkeit aber nicht schon die Sache selbst, über die wir sprechen. Wir werden uns schon noch über »etwas« unterhalten müssen und nicht nur uns unterhalten. 

 

Wohin gehst du?

 

 

Michael Järnecke